Mutter-Kind-Beratung
Gut beraten von Anfang an
Ein Kind zu erwarten und ins Leben zu begleiten, gehört zu den schönsten Erfahrungen überhaupt – und zu denen mit den meisten Fragen. Darf ich in der Schwangerschaft eine Kopfschmerztablette nehmen? Was hilft gegen die morgendliche Übelkeit? Wie hoch darf das Fieber beim Baby steigen, bevor wir zur Kinderärztin müssen? In unserer Mutter-Kind-Beratung nehmen wir uns Zeit für diese Fragen. Wir beraten Sie einfühlsam, sorgfältig und mit dem Wissen, dass in Schwangerschaft, Stillzeit und Kindheit bei Arzneimitteln besondere Regeln gelten.
Bei Kinderwunsch
Die Vorbereitung auf eine Schwangerschaft beginnt idealerweise schon vor der Empfängnis. Frauen, die schwanger werden möchten, wird empfohlen, mindestens vier Wochen vor Beginn einer Schwangerschaft und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels zusätzlich Folsäure einzunehmen. Sie senkt das Risiko für Fehlbildungen des Neuralrohrs beim Kind. Auch eine ausreichende Versorgung mit Jod ist wichtig; bei Schilddrüsenerkrankungen sollte die Einnahme vorher ärztlich besprochen werden. Ein guter Zeitpunkt ist außerdem, den Impfschutz überprüfen zu lassen, etwa gegen Röteln und Windpocken, denn diese Impfungen werden vor einer Schwangerschaft gegeben. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, sprechen Sie bereits bei Kinderwunsch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber – setzen Sie aber nichts eigenmächtig ab.
Arzneimittel in der Schwangerschaft
Viele Arzneimittel gehen über die Plazenta auf das ungeborene Kind über. Deshalb gilt in der Schwangerschaft: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Das heißt nicht, dass Sie Beschwerden einfach aushalten müssen. Für viele Situationen gibt es gut untersuchte Arzneimittel, die als sicher gelten. Wir prüfen für Sie, ob ein Mittel infrage kommt, auch mit Hilfe spezialisierter Informationsquellen. Eine wichtige Anlaufstelle ist Embryotox, das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité in Berlin, das über die Verträglichkeit von Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit informiert. Bitte teilen Sie uns bei jedem Einkauf mit, dass Sie schwanger sind – auch bei rezeptfreien Mitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Präparaten.
Typische Beschwerden in der Schwangerschaft
- Übelkeit: Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, ein Zwieback vor dem Aufstehen und ausreichend Flüssigkeit helfen vielen Frauen. Bei starkem, anhaltendem Erbrechen ist ärztliche Hilfe nötig.
- Sodbrennen: Häufig gegen Ende der Schwangerschaft. Kleine Mahlzeiten und ein erhöhtes Kopfteil beim Schlafen können lindern; welche Mittel geeignet sind, besprechen wir mit Ihnen.
- Verstopfung: Ballaststoffreiche Kost, viel trinken und Bewegung sind der erste Schritt.
- Wadenkrämpfe: Nicht selten wird hier Magnesium eingesetzt; sprechen Sie uns zur passenden Dosierung an.
- Schwere Beine: Die Venen werden in der Schwangerschaft besonders gefordert. Bewegung, hochgelegte Beine und gegebenenfalls Kompressionsstrümpfe helfen; mehr dazu auf der Seite Venengesundheit.
- Hautpflege: Viele Frauen pflegen den Bauch mit Ölen oder Cremes. Das tut der gespannten Haut gut, auch wenn sich Dehnungsstreifen damit nicht sicher verhindern lassen.
Stillzeit
Auch in der Stillzeit gelangen viele Wirkstoffe in die Muttermilch. Oft ist eine Behandlung trotzdem möglich, ohne abzustillen – wichtig ist die richtige Auswahl. Wir beraten Sie dazu ebenso wie zu Stillhilfen, Brustwarzenpflege und Stilleinlagen. Wenn Ihnen eine Milchpumpe ärztlich verordnet wurde, fragen Sie uns nach den Möglichkeiten der Versorgung.
Wenn das Baby krank ist
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Viele Arzneimittel sind für sie nicht geeignet, und die Dosierung richtet sich nach Alter und Körpergewicht. Geben Sie Kindern deshalb nur Arzneimittel, die ausdrücklich für ihr Alter zugelassen sind, und verwenden Sie zum Abmessen immer die beiliegende Dosierhilfe statt eines Haushaltslöffels.
Bei Fieber gilt: Säuglinge in den ersten Lebensmonaten mit Fieber gehören immer in ärztliche Behandlung. Auch bei älteren Kindern sollten Sie ärztliche Hilfe suchen, wenn das Kind apathisch wirkt, nicht mehr trinkt, Atemnot hat, Hautausschlag bekommt oder das Fieber über mehrere Tage anhält. Messen Sie Fieber zuverlässig – wir beraten Sie gern zu geeigneten Thermometern.
In den ersten Lebensmonaten empfehlen Kinderärztinnen und Kinderärzte in Deutschland in der Regel eine Vitamin-D-Gabe, häufig in Kombination mit Fluorid zur Kariesvorbeugung. Wie das bei Ihrem Kind gehandhabt wird, besprechen Sie bei den Vorsorgeuntersuchungen.
Sicherheit zu Hause
Sobald Kinder krabbeln und greifen, erkunden sie alles – auch mit dem Mund. Bewahren Sie Arzneimittel, Reinigungsmittel und Knopfbatterien deshalb immer außer Reichweite auf. Was im Notfall zu tun ist, haben wir auf der Seite Gift-Notruf-Zentrale zusammengestellt. Pflegeprodukte für die ganze Familie finden Sie in unserer Kategorie Schwangerschaft & Kind, und auf unserer Themenseite Mutter-Kind gibt es weitere Informationen. Für Aromapflege rund um Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit lesen Sie auch unsere Seite Produkte der Bahnhof-Apotheke.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Apotheke am Sterndamm 31 – mit Kinderwagen ist der Zugang dank des ebenerdigen Eingangs kein Problem. Telefonisch erreichen Sie uns unter 030 46998899.
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