Homöopathieberatung
Homöopathie in der Apotheke
Viele Menschen interessieren sich für homöopathische Arzneimittel, sei es aus eigener Erfahrung, auf Empfehlung von Freunden oder weil sie bei kleineren Beschwerden einen sanften Weg ausprobieren möchten. Homöopathische Arzneimittel sind in Deutschland apothekenpflichtig. Das heißt: Sie erhalten sie ausschließlich in der Apotheke, und zu jeder Abgabe gehört die Möglichkeit einer fachkundigen Beratung. In der gesund plus Apotheke nehmen wir uns für dieses Thema besonders viel Zeit. Wir erklären Ihnen, was hinter den verschiedenen Mitteln steckt, wie sie angewendet werden und worauf Sie achten sollten – und wir sagen Ihnen ebenso offen, wo die Grenzen der Selbstbehandlung liegen.
Woher die Homöopathie kommt
Die Homöopathie geht auf den Arzt Samuel Hahnemann zurück, der sie um 1800 begründete. Ihr Grundgedanke ist das sogenannte Ähnlichkeitsprinzip: Ein Stoff, der bei einem gesunden Menschen bestimmte Beschwerden hervorruft, soll in stark verdünnter Form ähnliche Beschwerden bei einem Kranken lindern. Ein weiteres Kennzeichen ist die Potenzierung, also die schrittweise Verdünnung der Ausgangssubstanz, verbunden mit Verschütteln oder Verreiben. Die Ausgangsstoffe stammen aus Pflanzen, Mineralien oder tierischen Quellen.
Potenzen und Darreichungsformen
Auf der Packung eines homöopathischen Arzneimittels finden Sie neben dem Namen meist einen Buchstaben und eine Zahl, zum Beispiel D6, D12 oder C30. Der Buchstabe gibt das Verdünnungsverhältnis je Schritt an: Bei D-Potenzen wird jeweils im Verhältnis 1 zu 10 verdünnt, bei C-Potenzen im Verhältnis 1 zu 100. Die Zahl nennt die Anzahl der Verdünnungsschritte. Daneben gibt es LM- oder Q-Potenzen, die nach einem eigenen Verfahren hergestellt werden.
Homöopathische Arzneimittel gibt es in verschiedenen Formen:
- Globuli sind kleine Kügelchen aus Zucker, meist aus Saccharose, auf die die Arzneizubereitung aufgebracht wird. Sie sind besonders bei Kindern beliebt.
- Tabletten enthalten in der Regel Milchzucker als Grundlage.
- Dilutionen sind flüssige Zubereitungen, die meist Alkohol enthalten.
- Salben, Gele und Zäpfchen ergänzen das Angebot für bestimmte Anwendungen.
Man unterscheidet außerdem Einzelmittel, die nur eine Ausgangssubstanz enthalten, und Komplexmittel, in denen mehrere Einzelmittel kombiniert sind. Viele Komplexmittel tragen ein Anwendungsgebiet auf der Packung und eignen sich für die Selbstmedikation; Einzelmittel werden dagegen oft ohne Anwendungsgebiet registriert.
Was die Wissenschaft sagt
Zur Ehrlichkeit gehört auch dieser Hinweis: Die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel ist wissenschaftlich umstritten. In klinischen Studien konnte eine Wirkung, die über den Placeboeffekt hinausgeht, bislang nicht überzeugend nachgewiesen werden. Viele Menschen berichten dennoch, dass sie sich mit Homöopathie gut begleitet fühlen. Wir respektieren Ihre Entscheidung und beraten Sie gern – uns ist dabei nur wichtig, dass eine homöopathische Selbstbehandlung niemals eine notwendige ärztliche Diagnose oder eine wirksame Behandlung ersetzt oder verzögert.
Sicher anwenden
Damit Sie homöopathische Arzneimittel sicher anwenden können, achten wir in der Beratung besonders auf folgende Punkte:
- Alkoholgehalt: Flüssige Zubereitungen enthalten häufig Alkohol. Für Kinder, für Menschen, die keinen Alkohol trinken dürfen oder möchten, und in der Schwangerschaft empfehlen wir deshalb meist Globuli oder Tabletten.
- Zuckergehalt und Unverträglichkeiten: Globuli bestehen aus Zucker, Tabletten meist aus Milchzucker. Bei Diabetes ist die Menge in der Regel unbedeutend, bei einer ausgeprägten Laktoseintoleranz kann die Wahl der Darreichungsform eine Rolle spielen.
- Niedrige Potenzen: Zubereitungen in sehr niedrigen Potenzen können noch nennenswerte Mengen der Ausgangssubstanz enthalten. Das ist bei manchen pflanzlichen oder mineralischen Ausgangsstoffen nicht unbedenklich. Wir prüfen das für Sie.
- Dauer der Selbstbehandlung: Bessern sich Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage oder verschlimmern sie sich, gehört die Ursache ärztlich abgeklärt.
- Besondere Vorsicht bei Säuglingen: Fieber bei Säuglingen, Atemnot, starke Schmerzen, anhaltendes Erbrechen oder Durchfall bei kleinen Kindern sind immer ein Fall für die Kinderärztin oder den Kinderarzt.
- Verordnete Medikamente nicht absetzen: Homöopathische Mittel dürfen verordnete Arzneimittel nicht ersetzen. Setzen Sie nichts eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie Veränderungen immer ärztlich ab.
Unser Angebot
In unserer Apotheke halten wir eine Auswahl gängiger homöopathischer Arzneimittel und Komplexmittel vorrätig. Einzelmittel in besonderen Potenzen und Darreichungsformen bestellen wir für Sie; in der Regel sind sie schon kurze Zeit später abholbereit. Wenn Sie eine Verordnung von Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Heilpraktikerin haben, bringen Sie sie einfach mit. Für ausführliche Fragen nehmen wir uns gern Zeit – auch in einem vereinbarten Gespräch. Produkte finden Sie in unserer Kategorie Homöopathie und auf unserer Themenseite Homöopathie.
Sie interessieren sich auch für andere naturheilkundliche Verfahren? Dann lesen Sie weiter auf der Seite Schüßler-Salze. Sie erreichen uns in der Apotheke am Sterndamm 31 und telefonisch unter 030 46998899.
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