Schüßler Salze
Die Mineralsalze nach Dr. Schüßler
Schüßler-Salze gehören zu den bekanntesten Verfahren der Naturheilkunde. Sie gehen auf den Oldenburger Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler zurück, der im 19. Jahrhundert lebte. Schüßler ging davon aus, dass viele Beschwerden mit einem gestörten Gleichgewicht von Mineralsalzen in den Körperzellen zusammenhängen, und wählte zwölf Salze aus, die er für besonders wichtig hielt. Er nannte sein Verfahren „Biochemie“. Die Salze werden ähnlich wie homöopathische Arzneimittel verdünnt und verrieben, weshalb sie in Deutschland als homöopathische Arzneimittel gelten und apothekenpflichtig sind. In der gesund plus Apotheke beraten wir Sie zu Auswahl, Einnahme und Darreichungsform.
Die zwölf Basissalze
Die zwölf ursprünglichen Salze werden auch Funktionsmittel genannt und tragen feste Nummern:
- Nr. 1 Calcium fluoratum
- Nr. 2 Calcium phosphoricum
- Nr. 3 Ferrum phosphoricum
- Nr. 4 Kalium chloratum
- Nr. 5 Kalium phosphoricum
- Nr. 6 Kalium sulfuricum
- Nr. 7 Magnesium phosphoricum
- Nr. 8 Natrium chloratum
- Nr. 9 Natrium phosphoricum
- Nr. 10 Natrium sulfuricum
- Nr. 11 Silicea
- Nr. 12 Calcium sulfuricum
Nach Schüßlers Tod haben seine Nachfolger weitere Salze hinzugefügt, die als Ergänzungsmittel bezeichnet werden und ab der Nummer 13 gezählt werden. Sie gehören nicht zu Schüßlers ursprünglichem System, werden aber ebenfalls häufig nachgefragt. Auch diese Salze besorgen wir Ihnen gern.
Potenzen und Darreichungsformen
Schüßler-Salze werden in niedrigen Potenzen eingesetzt, meist als D6 oder D12. Nach überlieferter Praxis werden die Salze Nr. 1, Nr. 3 und Nr. 11 überwiegend in der D12 verwendet, die übrigen meist in der D6. Die gängigste Form sind Tabletten, die langsam im Mund zergehen sollen. Daneben gibt es Globuli, Tropfen und Cremegele oder Salben zum Auftragen auf die Haut. Die klassischen Tabletten enthalten Milchzucker als Trägerstoff. Wenn Sie Milchzucker nicht vertragen, gibt es laktosefreie Alternativen, über die wir Sie gern informieren.
Hinweise zur Einnahme
- Lassen Sie die Tabletten langsam im Mund zergehen, möglichst mit etwas Abstand zu den Mahlzeiten.
- Halten Sie sich an die Dosierungsempfehlung auf der Packung oder an den Rat Ihrer Therapeutin oder Ihres Therapeuten. Für Kinder gelten in der Regel niedrigere Mengen.
- Eine überlieferte Anwendungsform ist die sogenannte „heiße Sieben“: Dabei werden mehrere Tabletten des Salzes Nr. 7 in heißem Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken.
- Wer mehrere Salze gleichzeitig einnehmen möchte, kann sie zeitlich versetzt über den Tag verteilen. Wir helfen Ihnen, einen übersichtlichen Einnahmeplan aufzustellen.
- Bei Diabetes ist die Menge an Milchzucker in den Tabletten in der Regel gering; bei sehr vielen Tabletten am Tag sprechen Sie uns bitte an.
Eine ehrliche Einordnung
Schüßler-Salze erfreuen sich großer Beliebtheit, und viele Menschen haben gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. Ihre Wirksamkeit ist allerdings wissenschaftlich nicht belegt. Die enthaltenen Mengen an Mineralstoffen sind so gering, dass sie einen tatsächlichen Mangel nicht ausgleichen können: Wer etwa nachweislich zu wenig Magnesium oder Eisen im Blut hat, braucht ein Präparat mit einer wirksamen Dosis, das wir Ihnen im Rahmen unserer Mikronährstoffberatung gern empfehlen. Schüßler-Salze sind gut verträglich und eignen sich für alle, die sie begleitend ausprobieren möchten – sie ersetzen jedoch keine ärztliche Diagnose und keine notwendige Behandlung.
Lassen Sie anhaltende, wiederkehrende oder sich verschlimmernde Beschwerden deshalb immer ärztlich abklären. Das gilt besonders für Kinder, Schwangere und Menschen mit chronischen Erkrankungen.
Die Antlitzanalyse
In der Tradition der Schüßler-Lehre gibt es die sogenannte Antlitzanalyse, bei der aus Merkmalen des Gesichts – etwa Farbe, Glanz oder Faltenbildung – auf einen Bedarf an bestimmten Salzen geschlossen werden soll. Sie ist kein medizinisches Diagnoseverfahren. Wir sprechen mit Ihnen lieber über Ihre Beschwerden, Ihre Lebensumstände und die Arzneimittel, die Sie bereits einnehmen, und empfehlen Ihnen auf dieser Grundlage, was für Sie infrage kommt.
Häufige Fragen
Kann man Schüßler-Salze überdosieren? Wegen der sehr geringen Mengen an Mineralstoffen ist eine Überdosierung des jeweiligen Salzes praktisch ausgeschlossen. Bei sehr vielen Tabletten am Tag summiert sich allerdings der Milchzucker, was bei Unverträglichkeit Beschwerden machen kann. Halten Sie sich deshalb an die empfohlene Dosierung.
Darf ich Schüßler-Salze in Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen? Sie gelten als gut verträglich. Sprechen Sie die Anwendung in dieser besonderen Zeit dennoch mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme ab, und lassen Sie Beschwerden immer abklären.
Wie lange kann ich sie einnehmen? Bei akuten Beschwerden genügen in der Regel wenige Tage. Bessert sich nichts, ist das ein Grund, ärztlichen Rat einzuholen, statt die Einnahme einfach fortzusetzen.
Vertragen sich Schüßler-Salze mit meinen Medikamenten? Wechselwirkungen sind wegen der geringen Mengen nicht zu erwarten. Wichtiger ist, dass Sie verordnete Arzneimittel wie gewohnt weiter einnehmen.
Wir beraten Sie gern
In unserer Apotheke führen wir die gängigen Schüßler-Salze in verschiedenen Darreichungsformen und bestellen Ihnen alle weiteren Salze, Potenzen und Packungsgrößen kurzfristig. Kommen Sie mit Ihren Fragen zu uns in die Apotheke am Sterndamm 31 oder rufen Sie uns unter 030 46998899 an. Wenn Sie sich für weitere naturheilkundliche Verfahren interessieren, lesen Sie auch unsere Seite zur Homöopathieberatung.
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