Nahrungsergänzung & Vitalität
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Nahrungsergänzung: sinnvoll ergänzen statt wahllos schlucken
Vitamine, Mineralstoffe und andere Nährstoffe sind für unseren Körper unverzichtbar. Wer sich abwechslungsreich ernährt, nimmt die meisten davon in ausreichender Menge mit der Nahrung auf. Es gibt aber Lebensphasen und Situationen, in denen der Bedarf erhöht ist oder die Ernährung allein nicht ausreicht. Dann können Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Unterstützung sein. In dieser Kategorie finden Sie Präparate aus unserem Sortiment, zum Beispiel mit Magnesium oder mit Milchsäurebakterien, und hier erfahren Sie, wann eine Ergänzung wirklich Sinn ergibt.
Was Nahrungsergänzungsmittel sind
Nahrungsergänzungsmittel sind rechtlich Lebensmittel und keine Arzneimittel. Sie enthalten Nährstoffe in konzentrierter Form, etwa als Kapseln, Tabletten, Pulver oder Trinkfläschchen, und dienen dazu, die allgemeine Ernährung zu ergänzen. Anders als Arzneimittel durchlaufen sie kein Zulassungsverfahren; welche gesundheitsbezogenen Aussagen auf der Packung stehen dürfen, ist in der Europäischen Union genau geregelt. Auf jeder Packung steht der Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.
Wann eine Ergänzung sinnvoll sein kann
- Kinderwunsch und Schwangerschaft: Frauen, die schwanger werden möchten, wird empfohlen, spätestens vier Wochen vor Beginn der Schwangerschaft und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels täglich 400 Mikrogramm Folsäure einzunehmen. In der Schwangerschaft und Stillzeit wird zudem in der Regel Jod ergänzt, nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt.
- Vegane Ernährung: Vitamin B12 kommt praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vor und muss bei rein pflanzlicher Ernährung dauerhaft ergänzt werden.
- Wenig Sonne: Vitamin D bildet der Körper vor allem unter Sonneneinstrahlung auf der Haut. Menschen, die selten draußen sind, ältere Menschen und Menschen mit dunkler Haut sind häufiger unterversorgt.
- Erhöhter Bedarf: Bei viel Sport, starkem Schwitzen oder körperlich schwerer Arbeit kann der Bedarf an Mineralstoffen wie Magnesium steigen.
- Bestimmte Medikamente: Manche Arzneimittel beeinflussen den Nährstoffhaushalt, zum Beispiel Magensäureblocker, entwässernde Mittel oder das Diabetesmittel Metformin.
- Ältere Menschen: Mit dem Alter lässt oft der Appetit nach, und die Aufnahme mancher Nährstoffe wird schlechter.
Mehr ist nicht besser
Was der Körper nicht braucht, scheidet er bei wasserlöslichen Vitaminen überwiegend wieder aus. Fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K sowie manche Mineralstoffe wie Eisen können sich dagegen anreichern und bei zu hoher Zufuhr schaden. Achten Sie deshalb darauf, die empfohlene Tagesmenge nicht zu überschreiten, und zählen Sie die Mengen zusammen, wenn Sie mehrere Präparate einnehmen. Viele Multivitaminprodukte enthalten bereits die Nährstoffe, die zusätzlich als Einzelpräparat eingenommen werden. Eisen sollte nur ergänzt werden, wenn ein Mangel ärztlich festgestellt wurde.
Wechselwirkungen
Auch Nahrungsergänzungsmittel können mit Medikamenten in Wechselwirkung treten. Calcium, Magnesium und Eisen können die Aufnahme bestimmter Antibiotika, Osteoporosemittel und Schilddrüsenhormone verringern; hier ist ein zeitlicher Abstand nötig. Vitamin K kann die Wirkung bestimmter Gerinnungshemmer abschwächen. Sagen Sie uns deshalb, welche Präparate Sie einnehmen, und lassen Sie sie in Ihren Medikationsplan eintragen.
Probiotika
Probiotika enthalten lebende Mikroorganismen, meist Milchsäurebakterien. Sie werden zum Beispiel nach einer Antibiotikabehandlung oder bei Verdauungsbeschwerden angewendet. Wichtig ist eine sachgerechte Anwendung: Viele Präparate werden in kalte oder lauwarme Flüssigkeit eingerührt, nicht in heiße Getränke, und mit zeitlichem Abstand zu einem Antibiotikum eingenommen. Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem sprechen die Einnahme vorher ärztlich ab.
Mineralstoffe richtig einnehmen
Magnesium wird häufig gegen Wadenkrämpfe oder bei erhöhtem Bedarf im Sport eingenommen. Höhere Mengen können bei manchen Menschen den Stuhl weicher machen; dann hilft es, die Tagesmenge zu verteilen oder zu einer Mahlzeit einzunehmen. Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten Mineralstoffpräparate nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Lesen Sie die Angaben auf der Packung: Wie viel des Nährstoffs enthält eine Tagesportion, und wie viel Prozent der Referenzmenge sind das? Bei sehr hoch dosierten Präparaten lohnt sich ein kritischer Blick. Seien Sie zurückhaltend bei Produkten aus unbekannten Quellen im Internet, deren Zusammensetzung und Qualität sich kaum überprüfen lässt. In der Apotheke können wir Ihnen sagen, ob die Dosierung zu Ihrem Bedarf passt und ob sich das Präparat mit Ihren Medikamenten verträgt.
Erst klären, dann ergänzen
Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Haarausfall können auf einen Nährstoffmangel hindeuten, haben aber oft ganz andere Ursachen. Statt auf Verdacht verschiedene Präparate auszuprobieren, lohnt sich bei anhaltenden Beschwerden ein Gespräch in der Arztpraxis; eine Blutuntersuchung zeigt, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt. Mehr über unser Angebot lesen Sie auf der Seite Mikronährstoffberatung. Wir beraten Sie gern in der Apotheke am Sterndamm 31 oder telefonisch unter 030 46998899.