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Erkältung

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Gut durch die Erkältungszeit

Eine Erkältung erwischt fast jeden ein- bis mehrmals im Jahr, Kinder sogar noch häufiger. Ausgelöst wird sie von Viren, von denen es mehr als hundert verschiedene Typen gibt. Meist beginnt sie mit einem Kratzen im Hals, dann folgen Schnupfen, oft auch Husten, Kopf- und Gliederschmerzen und leichtes Fieber. Nach etwa einer Woche ist der Spuk in der Regel vorbei, ein Husten kann allerdings noch länger nachklingen. Gegen die Viren selbst gibt es kein Mittel, wohl aber gegen die Beschwerden. In dieser Kategorie finden Sie Präparate, die Ihnen helfen, die Erkältungstage besser zu überstehen.

Erkältung oder Grippe?

Eine echte Grippe, die Influenza, ist mehr als eine starke Erkältung. Sie beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber, Schüttelfrost, starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl. Wer solche Beschwerden hat, sollte sich schonen und ärztlich beraten lassen, besonders als älterer Mensch, in der Schwangerschaft oder mit einer chronischen Erkrankung. Gegen die Grippe gibt es eine jährliche Schutzimpfung, die die Ständige Impfkommission unter anderem Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren und chronisch Kranken empfiehlt.

Was gegen welches Symptom hilft

Verstopfte Nase: Abschwellende Nasensprays mit Xylometazolin oder Oxymetazolin machen die Nase schnell frei, sollten aber höchstens sieben Tage am Stück angewendet werden, damit sich die Schleimhaut nicht daran gewöhnt. Sprays mit Meersalz befeuchten die Nase, lösen festsitzendes Sekret und können auch länger verwendet werden. Präparate mit Dexpanthenol unterstützen zusätzlich die Pflege der gereizten Schleimhaut.

Husten: Zu Beginn einer Erkältung ist der Husten oft trocken und quälend, später löst sich Schleim. Bei festsitzendem Schleim helfen schleimlösende Mittel, zum Beispiel pflanzliche Präparate mit Efeublätter-Trockenextrakt. Bei einem trockenen Reizhusten, der den Schlaf raubt, können hustenstillende Mittel sinnvoll sein. Beides gleichzeitig einzunehmen ist nicht sinnvoll, denn der gelöste Schleim soll abgehustet werden können.

Halsschmerzen: Lutschtabletten und Pastillen regen den Speichelfluss an und halten die Schleimhaut feucht; manche enthalten zusätzlich örtlich betäubende oder entzündungshemmende Wirkstoffe. Mehr dazu finden Sie unter Halsschmerzen.

Fieber und Gliederschmerzen: Paracetamol oder Ibuprofen senken Fieber und lindern Schmerzen. Halten Sie sich genau an die Dosierung der Packungsbeilage und an die maximale Anwendungsdauer ohne ärztlichen Rat.

Vorsicht bei Kombinationspräparaten

Erkältungsmittel, die mehrere Wirkstoffe kombinieren, wirken auf den ersten Blick praktisch. Sie enthalten aber oft Wirkstoffe gegen Beschwerden, die Sie gar nicht haben, und es besteht die Gefahr, einen Wirkstoff doppelt einzunehmen, etwa Paracetamol im Grippemittel und zusätzlich als Schmerztablette. Gezielt gewählte Einzelpräparate sind meist die bessere Lösung. Wir helfen Ihnen gern bei der Auswahl.

Bewährte Hausmittel

  • Viel trinken: Warmer Tee, Wasser und Brühe halten die Schleimhäute feucht und den Schleim flüssig.
  • Inhalieren: Warmer Wasserdampf befeuchtet die Atemwege und löst festsitzenden Schleim. Bei kleinen Kindern ist wegen der Verbrühungsgefahr Vorsicht geboten.
  • Ruhe: Der Körper braucht Kraft für die Abwehr. Gönnen Sie sich Schlaf und verzichten Sie während der Erkältung auf Sport.
  • Raumklima: Regelmäßiges Lüften und nicht zu trockene Heizungsluft tun Nase und Hals gut.
  • Gurgeln: Lauwarmes Salzwasser oder Salbeitee können bei Halsschmerzen wohltuend sein.

Wenn Kinder erkältet sind

Kleine Kinder machen oft acht bis zehn Erkältungen im Jahr durch; ihr Immunsystem lernt dabei. Für sie gibt es eigene Präparate in kindgerechter Dosierung, zum Beispiel Nasensprays und Nasentropfen mit niedrigerer Wirkstoffkonzentration. Ätherische Öle wie Menthol, Kampfer oder Eukalyptus sind für Säuglinge und Kleinkinder ungeeignet, weil sie Atemprobleme auslösen können; bitte tragen Sie solche Erkältungsbalsame nicht im Gesicht kleiner Kinder auf. Geben Sie Fiebermittel nach Körpergewicht und Alter, wie in der Packungsbeilage angegeben. Säuglinge mit Fieber, Kinder mit Atemnot, Trinkschwäche oder auffälliger Teilnahmslosigkeit gehören umgehend in ärztliche Behandlung.

Die Abwehr stärken

Ein Wundermittel für das Immunsystem gibt es nicht. Ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse und ein bewusster Umgang mit Stress sind die beste Grundlage. Vitamin- oder Mineralstoffpräparate sind vor allem dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Mangel besteht. Wir beraten Sie gern, ob und welche Ergänzung für Sie infrage kommt.

Andere schützen

Erkältungsviren werden über Tröpfchen und über die Hände übertragen. Husten und niesen Sie in die Armbeuge, nutzen Sie Einmaltaschentücher und waschen Sie sich regelmäßig gründlich die Hände. Wer stark erkältet ist, bleibt am besten zu Hause und hält Abstand zu Menschen mit geschwächter Abwehr.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt, wenn das Fieber über 39 Grad steigt oder länger als drei Tage anhält, wenn Sie Atemnot oder Schmerzen in der Brust haben, wenn Sie Blut abhusten, wenn starke Ohren-, Gesichts- oder Kopfschmerzen auftreten oder wenn die Beschwerden nach einer Woche nicht besser werden oder sich nach einer Besserung wieder verschlechtern. Säuglinge, Schwangere, ältere und chronisch kranke Menschen sollten sich frühzeitig ärztlich beraten lassen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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